Rasseportrait
Der Border Collie ist eine von der FCI anerkannte Rasse von Arbeits- und Hütehunden aus Schottland, Großbritannien. Der Name der Rasse ist eng verbunden mit seiner Entstehungsgeschichte, denn dieser Hunde-Typ wurde zuerst in dem englisch-schottischen Grenzland, den „Borders“ gezüchtet.
Der Border Collie ist ein Arbeitshund: Er besticht durch seine Ausdauer, seine Intelligenz, seine Gelehrigkeit und seinem unerschütterlichen Willen zu gefallen. Dieser sogenannte „Will-to please“ ist das Ergebnis generationenübergreifender Züchterischer Auswahl, und sollte im täglichen Umgang und in der Erziehung des Hundes unbedingt berücksichtigt werden:
- Ein Border Collie lernt in einem manchmal nahezu unglaublich schnellen Tempo, sowohl positives wie negatives. Er ist ein Meister im Mimik-Lesen seines Besitzers, dabei hochsensibel, und braucht unbedingt eine liebevoll-konsequente Erziehung.
- Durch seinen Will-to-please wird ein Border Collie in dem meißten Fällen auch dann noch einen Ball apportieren, wenn er körperlich am Ende seiner Kraft steht. Folglich benötigt er einen Besitzer, der sich in seinen Hund einfühlen und ihn nötigenfalls zur Ruhe bringen kann bevor er sich zu sehr verausgabt.
- Der Border Collie wurde auf eine enge Interaktion mit dem Menschen hin gezüchtet. Das bedeutet zum einen, dass der Hund bei korrekter Erziehung hervorragend und auch auf große Distanz auf die Gesten und Befehle seiner Besitzers gehorchen kann. Zum anderen hat es die logische Konsequenz, dass ein solcher Hund niemals gerne allein zuhause bleibt: Er ist eng an seinen Menschen gebunden, und sollte den Großteil des Tages an seiner Seite verbringen können. Aufgrund seiner Gelehrigkeit passt er sich bei richtiger Erziehung dem Alltag seines Menschen meißt in angenehmer Weise an.
-Eine so hoch spezialisierte Rasse benötigt dringend eine artgerechte Beschäftigung. Stammt der Hund jedoch nicht gerade aus einer reinen Leistungszucht ab, bieten sich zur klassischen Hütearbeit viele sinnvolle Alternativen wie z.B. Agility, Flyball, Dogfrisbee oder Unterordnung. Fälschlicherweise wird oft angenommen, ein Border Collie brauche lediglich viel Auslauf um ausgelastet und glücklich zu sein. Tatsächlich benötigt er aber vor allem „Gehirnnahrung“, eine sinnvolle Aufgabe in seinem Leben. Deswegen stellen auch ruhigere Varianten wie z.B. Dogdancing oder Therpiehundearbeit neben ausreichender Bewegung eine fantastische Möglichkeit zur Beschäftigung dar.
Buchtipps: Barbara Sykes "Border Collies", Manuela Nassek "Hundetraning mit Spass", Petra Führmann/Nicole Hoefs "Erziehungsspiele für Hunde", Karen Pryor "Positiv bestärken, sanft erziehen"
Der Standart
Der allgemein gültige Rasse-Standart des Border Collies findet auf allen Rassehunde-Ausstellungen und Zuchtschauen Anwendung. Er wurde von Züchtern aus dessen Ursprungsland festgelegt und beschreibt alle wünschenswerten sowie unerwünschten Merkmale dieser Rasse.
Grob umrissen schreibt der Standart einen atlethischen, wohlproportionierten Hund vor , mit eleganten und geschmeidigen Aussenlinien die sowohl Ausdauer als auch körperliche Ausgeglichenheit ausdrücken sollen. Jeder Hang zu Grobheit oder Schäche ist unerwünscht. Ein Border Collie sollte aufmerksam und intelligent sein, dabei führig und weder agressiv noch nervös. Die Bewegungen sollen fließend, frei und unermüdlich sein. Die typische weiße Markierung an Kopf, Hals, Beinen und Schwanzspitze ist wünschenswert. Sie tritt bei allen Farbschlägen auf.
Eine Vielzahl an Farben ist laut Standart erlaubt, wobei Weiß niemals vorherrsche sollte.
Eine komplette Rasebeschreibung finden sie auf der homepage des Blossom-Gardens Kennel von Susanne Freidank: http://www.blossom-gardens.de oder auf www.huetehunde.at